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Blauer Raketentag

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Blauer Raketentag

Teo der Astronaut wachte früh auf. Es war ein besonderer Tag. Ein blauer Raketentag!

Teos Rakete wartete auf der Startrampe. Sie war blau wie das tiefste Meer, mit silbernen Streifen und einer glänzenden Spitze. "Bereit?", fragte die Rakete. Teo nickte und kletterte hinein. Helm an, Gurt fest, Knöpfe blinken.

"Zehn, neun, acht..." zählte Teo.

Die Rakete summte. "...drei, zwei, eins!"

Wuuusch! Die blaue Rakete stieg in den Morgenhimmel. Die Erde wurde klein unter ihnen. Wolken wurden zu Watte. Die Sonne winkte golden.

"Wohin gehen wir heute?", fragte Teo.

"Die Mondwiese," summte die Rakete. "Sie ist weich und grün, und Mondhasen hüpfen dort."

Nach oben, nach oben, nach oben flog die Rakete. Teo sah Sterne näher kommen. Sie glitzerten wie winzige Taschenlampen. Die Rakete kicherte, als sie an einem Kometen vorbeizoomte.

Dann, vor ihnen: der Mond. Aber anstelle von grauem Felsen war eine Wiese, weich und grün und leuchtend silbern. Mondhasen mit langen Ohren hüpften und sprangen. Über ihnen schwebten schimmernde Blasen voller Sternenlicht.

Die Rakete landete sanft. Puff! Staub wirbelte auf, aber es war kein normaler Staub. Es glitzerte wie Glitzer.

Teo öffnete die Luke und ging hinaus. Der Boden fühlte sich wie Samt unter den Füßen an. Die Luft schmeckte süß, wie Limonade mit einem Hauch von Honig.

"Hallo!", rief eine Stimme.

Teo drehte sich um. Ein kleiner Mondhase namens Spark hielt einen kaputten Flügel. "Meine Mini-Rakete ist kaputt," sagte Spark. "Könnt ihr helfen?"

Teo kniete hin. Der Flügel hing lose, gehalten nur von einem dünnen silbernen Faden. "Ich kann es versuchen," sagte Teo.

Die blaue Rakete summte. "Wir brauchen etwas Starkes und Klebriges."

Teo dachte nach. In der Tasche: eine Sternschnuppe, die Teo beim letzten Besuch gefangen hatte. Sie leuchtete immer noch schwach.

"Sternschnuppen sind Wünsche," sagte Spark. "Wenn du sie verwendest, muss dein Wunsch voller Freundlichkeit sein."

Teo lächelte. "Ich wünsche mir, dass Sparks Flügel wieder fest wird."

Teo drückte die Sternschnuppe gegen den kaputten Flügel. Sie schmolz wie Honig und verschmolz mit dem Metall. Der Flügel glitzerte und wurde ganz.

Spark wedelte mit dem Flügel. Er flatterte! "Funktioniert perfekt!", quietschte Spark und machte einen kleinen Freudensprung.

Die Mondhasen applaudierten. Sie brachten Teo und der blauen Rakete Mondtee in winzigen Tassen, der nach Sternenlicht schmeckte—kühl, erfrischend und ein bisschen kitzelig.

Teo trank und fühlte ein Flattern der Freude im Herzen. Spark bot an, den Weg zum Sternenfeld zu zeigen. Teo und die Rakete folgten. Das Feld war voller blühender Sterne – wirklich blühende Sterne, mit Blütenblättern, die rot, blau und gold glitzerten.

"Pflück eines," sagte Spark. "Ein Geschenk für deine Freundlichkeit."

Teo pflückte vorsichtig einen kleinen blauen Stern. Die Blütenblätter glühten warm in der Hand.

"Es ist Zeit zu gehen," sagte die blaue Rakete sanft. Der Himmel rief. Neue Abenteuer warteten.

Teo winkte Spark und den Mondhasen. Spark winkte zurück mit dem neuen starken Flügel.

Die blaue Rakete stieg auf. Unten wurde die Mondwiese klein. Die Sterne winkten wieder, alte Freunde.

Auf dem Heimweg sang die Rakete ein sanftes Lied. Teo hielt die kleine Sternenblüte, die wie ein Nachtlicht leuchtete.

Zurück auf der Erde öffnete sich die Luke. Die Sonne ging unter und malte den Himmel rosa und lila. Teo ging hinaus und hielt die Sternenblüte hoch.

"Heute haben wir einem Freund geholfen," sagte Teo. "Das war das Beste."

Die blaue Rakete summte zustimmend. "Freundlichkeit ist der beste Treibstoff."

Teo legte die Sternenblüte auf das Fensterbrett. Jede Nacht leuchtete sie—ein kleines Licht, das an die Mondwiese, Sparks Lächeln und den süßesten Mondtee im ganzen Universum erinnerte.

Und jedes Mal, wenn Teo die Sterne ansah, winkten sie zurück, weil Freunde überall sind, sogar im Weltall.

Boky

Ende

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