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Buddy an meiner Seite

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Buddy an meiner Seite

Sam war ein ruhiger Junge mit braunen, quietschenden Schuhen. Er liebte es, durch sein Viertel zu gehen, doch er tat dies immer allein. Andere Kinder spielten laut auf dem Platz, doch Sam hielt sich immer zurück. Er war zu schüchtern.

Eines Nachmittags ging Sam am Tierheim vorbei. Ein Schild verkündete: "Freunde warten drinnen!" Durch das Fenster sah Sam einen goldenen Welpen, der ihn direkt ansah. Der Welpe wedelte mit dem Schwanz – wump-wump-wump gegen die Bodenfliesen.

"Hallo," flüsterte Sam.

Der Welpe bellte einmal, sanft. "Wuff!"

Eine Dame öffnete die Tür. "Möchtest du ihn treffen? Sein Name ist Buddy."

Sam nickte.

Drinnen lief Buddy direkt zu Sam und legte seinen warmen Kopf auf Sams Knie. Sams Herz wurde warm.

"Kann ich ihn behalten?", fragte Sam.

"Wenn deine Eltern ja sagen," lächelte die Dame.

Sams Eltern sagten ja. In dieser Nacht schlief Buddy neben Sams Bett, schnarchte leise und kickte im Schlaf.

Am nächsten Morgen sagte Sam: "Lass uns spazieren gehen."

Buddy bellte glücklich. "Wuff!"

Sie gingen die Straße hinunter. Sams Schuhe quietschten. Buddys Pfoten machten tap-tap-tap. Die Sonne war warm. Die Straße war hell.

An der Ecke spielten zwei Mädchen mit Kreide. Sie zeichneten Blumen auf dem Bürgersteig.

Sam fühlte sich schüchtern. Er senkte den Kopf. Doch Buddy rannte direkt zu den Mädchen und leckte die Hand eines Mädchens.

Sie lachten. "Dein Hund ist süß! Wie heißt er?"

"Buddy," sagte Sam leise.

"Ich bin Mia. Das ist Rosa."

Rosa streichelte Buddy. Buddy wedelte. Sam fühlte sich weniger schüchtern.

"Möchtest du zeichnen?", fragte Mia.

"Vielleicht beim nächsten Mal," sagte Sam, aber er lächelte.

Jeden Tag gingen Sam und Buddy weiter. Sie gingen am Bäcker vorbei. Der Bäcker gab Buddy einen Hundekeks. Sie gingen am Park vorbei. Vögel sangen. Buddy schnüffelte an jedem Baum.

Eines Tages sagte Sam: "Lass uns einen neuen Weg versuchen."

Sie verließen die Straße und gingen in einen Wald. Die Bäume waren hoch. Blätter raschelten. Ein Bach plätscherte in der Nähe.

Sam spürte ein wenig Angst. Der Wald war groß. Doch Buddy war neben ihm, den Schwanz hoch erhoben.

"Ich habe dich," sagte Sam zu Buddy. "Du hast mich."

Sie gingen tiefer in den Wald. Sam fand ein Stöckchen und warf es. Buddy rannte und brachte es zurück. Sie spielten und lachten.

Dann sah Sam etwas. Eine kleine Schildkröte, die in einem umgestürzten Baumstamm feststeckte. Die Schildkröte strampelte mit ihren Beinchen, doch sie kam nicht heraus.

"Wir müssen helfen," sagte Sam.

Buddy bellte leise. "Wuff."

Sam kniete hin. Er hob vorsichtig den Baumstamm. Die Schildkröte rutschte heraus und kroch langsam in Richtung Bach. Sie drehte den Kopf, als wollte sie danke sagen.

"Gern geschehen," sagte Sam.

Als sie nach Hause gingen, fühlte sich Sam größer. Er hatte geholfen. Er hatte etwas Neues versucht. Und Buddy war die ganze Zeit an seiner Seite.

Am Abend klopfte es an der Tür. Es waren Mia und Rosa.

"Wir gehen zum Park. Möchtest du kommen und mit uns Fangen spielen?"

Sam schaute zu Buddy. Buddy wedelte.

"Okay," sagte Sam.

Im Park rannten sie. Buddy rannte auch. Sie lachten. Sam fühlte sich nicht schüchtern. Er fühlte sich glücklich.

In dieser Nacht, als Buddy neben dem Bett schlief, legte Sam seine Hand auf Buddys Fell.

"Danke," flüsterte Sam. "Dass du an meiner Seite bist."

Buddy seufzte, ein warmer, zufriedener Seufzer.

Sam schloss die Augen und lächelte. Er war nicht mehr allein. Er hatte einen Freund. Und mit einem Freund an seiner Seite fühlte sich die Welt weniger groß und viel freundlicher an.

Boky

Ende

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