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Tinka, der Roboter

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Tinka, der Roboter

Lio liebt es, Dinge zu bauen. Sein Zimmer ist bunt wie ein Malkasten. Überall liegen Bausteine, kleine Autos und ein rotes Rollbrett. Heute hat Lio eine Idee: Ein Helfer soll ihm beim Aufräumen helfen, damit mehr Zeit zum Spielen bleibt.

Lio holt eine große Pappkiste, klebt bunte Knöpfe darauf und malt ein freundliches Gesicht. Zwei Löffel werden zu Armen. Auf das Rollbrett setzt er die Kiste, schnallt sie fest und steckt eine kleine Lampe oben drauf. Klick, klack. Die Lampe blinkt. Das ist Tinka, der Roboter.

Neben Lio liegt ein Tablet. Auf dem Tablet ist eine App mit bunten Kacheln. Grün heißt Los, Rot heißt Stopp, Blau heißt Langsam. Lio tippt mit dem Finger: Erst grün, dann blau, dann wieder grün. Er sagt ins Mikrofon: Tinka, hilf mir beim Aufräumen.

Die Lampe wird hellblau. Tinka piepst: Beep-bip, Tinka bereit. Rollenrollen, auf geht's. Tinka surrt los, die Löffel-Arme wackeln lustig. Sie sammelt Socken ein, legt sie aber in die Obstschale. Becher stapelt sie auf den Kopf. Ein Auto parkt sie in Lios Schuh. Die Katze Nudel springt auf das Rollbrett und fährt eine Runde mit. Miauuuu, wuuusch! Lio lacht, dann ruft er: Stopp, Tinka! Er tippt auf den roten Knopf. Die Lampe wird gelb, Tinka bremst.

Lio setzt sich neben Tinka und denkt nach. Er zieht eine Kachel mit einer Schildkröte in den Plan. Er fügt eine Kachel mit einer Hand dazu: Erst fragen. Er spricht wieder ins Mikrofon: Tinka, wenn du etwas nicht kennst, frag mich bitte. Tinka piepst: Verstanden. Frage-Modus an.

Neue Runde. Tinka surrt langsam. Sie ruft in ihrer piepsigen Stimme: Lio, wohin mit den Autos? Lio zeigt auf die grüne Kiste: In die Garage. Tinka hebt ein Auto mit dem Löffel und fährt zur Kiste. Klack, hinein. Lio klatscht: Eins, zwei, drei, nächstes! Tinka spielt eine fröhliche Melodie aus dem kleinen Lautsprecher. Dimm-dimm-dimm. Jetzt wird Aufräumen ein Tanzspiel. Lio hoppst über eine Linie aus Klebeband. Tinka rollt im Takt. Nudel macht mit und miaut den Beat.

Tinka schaut mit ihren Sensoren – kleinen Punkten wie Augen – nach Farben. Sie sagt: Rote Bausteine, bitte? Lio zeigt auf die rote Schachtel. Tinka nickt mit der Lampe und sortiert rot zu rot, blau zu blau. Manchmal wackelt sie, dann hält sie an und fragt. Lio antwortet kurz, und alles passt.

Im Flur schaltet jemand den Staubsauger ein. Wuuuuusch! Das klingt wie ein Rennen. Tinka möchte schneller fahren, ihre Lampe blinkt. Lio hebt die Stopp-Karte hoch. Stopp heißt rot. Tinka bremst, die Löffel-Arme bleiben ruhig. Lio tippt eine neue blaue Kachel: Umfahren. Tinka piepst: Umweg gewählt. Sie rollt um einen hohen Bausteinturm herum, ganz vorsichtig. Nichts fällt um. Lio strahlt: Super, Tinka!

Bald ist das Zimmer ordentlich. Die Bausteine schlafen in ihren Schachteln, die Autos stehen in der Garage, die Socken wohnen im Wäschekorb. Tinka macht ein kleines Freudenlied: Beep-bip-bap, fertig! Lio malt einen Sticker mit einem lachenden Zahnrad und klebt ihn auf Tinkas Kiste. Er sagt: Tinka-Team! Tinka antwortet: Team bestätigt.

Lio setzt sich auf den Teppich. Er kichert. Nudel legt sich auf Tinkas Rollbrett und schnurrt. Lio flüstert fröhlich: Morgen bauen wir einen Such-Hut, der verlorene Socken findet. Tinka piepst: Neues Projekt gespeichert. Die Lampe leuchtet grün. Und Lio hat schon wieder eine Idee.

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